Unter dem Leitmotiv „Digitale Transformation mit Rückgrat: Stabil. Vernetzt. Innovativ.“ zeigt InterSystems dieses Jahr auf der DMEA, wie Gesundheitsorganisationen verlässliche digitale Strukturen vorantreiben und damit gleichzeitig die Basis für künftige Innovationen legen. Erfahren Sie mehr über das InterSystems Digital Backbone im Blogartikel und sprechen Sie gerne mit uns dazu auf der DMEA. Alle Details zu unserem Messeauftritt und die Möglichkeit zur Terminvereinbarung finden Sie hier.
Steigender Kostendruck, Fachkräftemangel und neue gesetzliche Vorgaben setzen Kliniken zunehmend unter Druck. Mit dem KHVVG und der zugehörigen KHTFV werden wichtige Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Fördermittel sind dabei mehr als nur Finanzierung. Sie bieten die Chance, die digitale Infrastruktur von Krankenhäusern nachhaltig zu verbessern und eine vernetzte Versorgung aufzubauen. Internationale Projekte zeigen, dass dafür vor allem eines entscheidend ist: eine skalierbare Datenstrategie.
Warum jetzt: Von Förderlogik bis EU-Pflichten
Die aktuelle Krankenhausreform (KHVVG) setzt den strategischen Rahmen, während die Förderlogik der KHTFV die operative Grundlage für konkrete Digitalisierungsprojekte schafft. Gleichzeitig rückt mit dem European Health Data Space (EHDS) ein europäischer Rechtsrahmen näher, der den sicheren und standardisierten Austausch von Gesundheitsdaten weiter vorantreibt.
Für Krankenhäuser entsteht damit ein regulatorisches Umfeld, das eine grundlegende Neubewertung der bestehenden IT-Architektur erforderlich macht. Statt einzelne Anforderungen isoliert zu lösen, rückt zunehmend die Frage nach einer konsistenten Dateninfrastruktur in den Mittelpunkt - einem Digital Backbone. Es ist die Voraussetzung dafür, Fördertatbestände nicht nur formal umzusetzen, sondern sie technisch beherrschen und langfristig betreiben zu können.
Erfahren Sie hier mehr zu den Fördermöglichkeiten für Ihre IT-Infrastruktur.
Ein Blick auf internationale Vorreiter zeigt, dass eine moderne Datenstrategie genau diese Grundlage schaffen kann.
Best Practice: Internationale Impulse für die KHTFV-Umsetzung
Wer die Anforderungen der KHTFV nicht nur als regulatorische Pflicht, sondern als Chance versteht, kann damit auch Abläufe und Prozesse messbar verbessern. Internationale Beispiele zeigen, dass mit einer plattformbasierten Integrations- und Datenstrategie selbst komplexe Vernetzungsszenarien produktiv umgesetzt werden können. Es entsteht ein belastbares Fundament für Interoperabilität, Skalierbarkeit und eine kontinuierliche Weiterentwicklung digitaler Strukturen.
Regionale Plattform für vernetzte Versorgung: Lombardei (Italien)
In der italienischen Region Lombardei zeigt das Fascicolo Sanitario Elettronico (FSE), wie sich Gesundheitsdaten über Einrichtungen hinweg bündeln lassen. Rund 2.000 Gesundheitseinrichtungen sind an die Plattform angeschlossen und stellen für mehr als 10 Millionen Bürger medizinische Informationen bereit.
InterSystems HealthShare ermöglicht in der Region den Austausch und die Nutzung von Gesundheitsdaten. Medizinische Informationen aus Krankenhäusern, Facharztpraxen und weiteren Einrichtungen können in einer gemeinsamen Patientenakte zusammengeführt werden.
Dadurch entsteht eine 360-Grad-Sicht auf den Behandlungsverlauf eines Patienten, die Versorgungspartnern im regionalen Verbund zur Verfügung steht. Behandler erhalten einen besseren Überblick über Vorbefunde, Diagnosen und Behandlungen, während Doppeluntersuchungen reduziert und Behandlungsprozesse besser koordiniert werden können.
Echtzeit-Daten über Organisationsgrenzen hinweg: Das System von Healthix (USA)
In fragmentierten Systemlandschaften fehlt häufig eine konsolidierte Echtzeitübersicht über Patientendaten. Healthix adressiert diese Herausforderung im Großraum New York. Das Netzwerk verbindet mehr als 6.000 Standorte und über 600 Gesundheitseinrichtungen und stellt für über 16 Millionen Bürger eine konsolidierte Sicht auf medizinische Informationen bereit.
Technische Grundlage des Netzwerks ist ein Digital Backbone, das auf der Interoperabilitätsplattform InterSystems HealthShare basiert. Dieses Rückgrat unterstützt Healthix dabei, klinische Ereignisse in Echtzeit zu erkennen und berechtigte Behandler automatisch zu informieren. So können Versorgungsteams schneller reagieren, etwa wenn ein Patient aufgenommen, entlassen oder mit neuen Befunden diagnostiziert wird. Dadurch entsteht eine aktuelle, standortübergreifende Sicht auf den Behandlungsverlauf.
Auf dieser Basis können auch klinische Ereignisse in Echtzeit erkannt und an berechtigte Behandler gemeldet werden. Gleichzeitig werden die strengen Einwilligungsregeln im Bundesstaat New York berücksichtigt. Die Plattform stellt sicher, dass jeweils nur die Informationen weitergegeben werden, die für die konkrete Versorgungssituation erforderlich sind.
Das Ergebnis ist eine Infrastruktur, über die medizinische Informationen standortübergreifend verfügbar sind. Die vollständige Success Story zu Healthix finden Sie hier.
Überwindung digitaler Lücken in der Versorgungskette: NHS (UK)
In der englischen Region Lincolnshire zeigt ein regionales Versorgungsnetzwerk, wie sich Daten entlang der gesamten Versorgungskette zusammenführen lassen. Insgesamt 13 Organisationen, darunter Kliniken, Hausärzte, Sozialdienste und Rettungsdienste, arbeiten auf einer gemeinsamen Integrationsplattform zusammen, um relevante Informationen organisationsübergreifend verfügbar zu machen. In der Region profitieren rund 4,9 Millionen Bürger von dieser Vernetzung.
In Lincolnshire bildet InterSystems HealthShare die gemeinsame Informationsbasis für die beteiligten Organisationen. Rettungsdienste, Kliniken und ambulante Versorger können auf die gleichen aktuellen Patienteninformationen zugreifen. Versorgungsteams erhalten eine konsistente Sicht auf Behandlungsinformationen und Versorgungspläne, unabhängig davon, in welcher Einrichtung die Behandlung zuletzt stattgefunden hat. Das erleichtert insbesondere die Koordination zwischen Notfallversorgung, klinischer Behandlung und der anschließenden Betreuung im ambulanten oder sozialen Umfeld. Übergaben zwischen Einrichtungen werden erleichtert, Entscheidungen entlang der gesamten Versorgungskette lassen sich besser abstimmen.
Sektorenübergreifende Datenintegration: NABIDH (Dubai)
Patienten wechseln im Verlauf ihrer Behandlung häufig zwischen Hausarztpraxis, Facharzt, Krankenhaus, Notfallversorgung oder Pflegeeinrichtungen. Dabei kommen meist unterschiedliche IT-Systeme und Datenformate zum Einsatz. Ohne eine gemeinsame Datenbasis entstehen schnell Informationslücken, Medienbrüche und unnötige Doppeluntersuchungen.
Die Gesundheitsplattform NABIDH in Dubai zeigt, wie sich Daten über Sektorengrenzen hinweg zusammenführen lassen. Die Plattform vernetzt mehr als 2.000 Gesundheitseinrichtungen und ermöglicht über 65.000 Klinikern den Zugriff auf medizinische Informationen. Insgesamt profitieren mehr als 14 Millionen Bürger von dieser Infrastruktur.
Die Plattform NABIDH nutzt eine Lösung auf Basis von InterSystems HealthShare, um Patientendaten über das Gesundheitssystem von Dubai hinweg konsistent zuzuordnen. Damit wird sichergestellt, dass medizinische Informationen aus verschiedenen Einrichtungen zuverlässig einem Patienten zugeordnet werden können. Auf dieser Grundlage entsteht eine durchgängige Patientenakte, die einen vollständigen Überblick über den Behandlungsverlauf ermöglicht. Übergänge zwischen Aufnahme, Behandlung und Nachsorge lassen sich dadurch deutlich besser koordinieren und Doppeluntersuchungen vermeiden.
Vereinheitlichung der Daten-Infrastruktur: Veterans Affairs (USA)
Das Gesundheitssystem der US Veterans Affairs (VA) gehört zu den größten integrierten Versorgungsnetzwerken weltweit. In 172 Krankenhäusern und mehr als 1.000 ambulanten Einrichtungen versorgen medizinische Teams mehr als 9 Millionen Veteranen im gesamten Land. VA wollte nun die Daten aus zahlreichen historischen Systemen zusammenführen und schuf daher die Veterans Data Integration and Federation Enterprise Platform (VDIF-EP).
Auch hier wurde für die Plattform ein digitales Rückgrat, basierend auf InterSystems HealthShare geschaffen, das klinische Daten aus unterschiedlichen Systemen zu einer konsolidierten Informationsbasis integriert. VDIF-EP ermöglicht eine standortübergreifende Patientenidentifikation und stellt Kliniken eine einheitliche Patientenakte zur Verfügung.
Medizinische Informationen können dadurch unabhängig vom Behandlungsort abgerufen werden. In der Praxis unterstützte diese Architektur unter anderem eine Reduzierung der Wartezeiten um bis zu 75 Prozent sowie den Ausbau der Remote-Versorgungskapazitäten um rund 25 Prozent, während gleichzeitig hunderte externe Versorgungspartner in die Dateninfrastruktur eingebunden wurden.
Mehr zur Integrationsarchitektur der Veterans Affairs und zur Rolle von InterSystems HealthShare lesen Sie hier in der vollständigen Success Story.
Ein digitales Fundament, das mitwächst
Eine nachhaltige Digitalisierung im Gesundheitswesen braucht ein stabiles digitales Fundament. Die Technologie und Lösungssuite von InterSystems bildet dafür die technologische Grundlage und fungiert als Digital Backbone moderner Gesundheitsplattformen.
Die Datenplattform InterSystems IRIS for Health, auf der auch die Interoperabilitätsplattform HealthShare beruht, wurde speziell für die Anforderungen im Gesundheitswesen entwickelt. Sie hilft dabei, Informationen aus unterschiedlichen klinischen Systemen zusammenzuführen, Standards wie HL7 oder FHIR umzusetzen und relevante Daten in Echtzeit verfügbar zu machen.
Internationale Beispiele zeigen, dass dieser Ansatz bereits im großen Maßstab funktioniert. Gesundheitsplattformen vernetzen tausende Einrichtungen, verbinden bestehende Systeme zu einer gemeinsamen Datenbasis und ermöglichen eine durchgängige Sicht auf Patientendaten über Organisationsgrenzen hinweg.
So entstehen die Voraussetzungen für echte Interoperabilität, stabile Datenflüsse und eine Versorgung, bei der Informationen genau dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden.
Erfahren Sie hier mehr zum Digital Backbone.



























