Wunschkonzert IT: Wie Unternehmen mit Container-Technologie reaktionsschnell und flexibel neuen Anforderungen begegnen

Das vergangene Jahr hat uns allen eindrucksvoll vor Augen geführt, was passiert, wenn in Wirtschaft und Gesellschaft die Dinge anders laufen als gewohnt und erwartet: Flexible Lösungen für individuelle Anforderungen stehen plötzlich hoch im Kurs – im privaten wie auch im professionellen Umfeld. So auch in der Apothekenbranche. Vom elektronischen Rezept über die Kassensicherungsverordnung bis hin zu Mehrwertsteueranpassungen oder Rahmenverträgen mussten und müssen zahlreiche Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden. Das wirkt sich natürlich unmittelbar auf die Arbeit von Entwicklern branchenspezifischer Softwarelösungen aus. Denn immer, wenn ein Update für eine Applikation bevorsteht, steigt die Nervosität unter den Projektverantwortlichen und nicht selten drohen den Programmierern schlaflose Nächte, wenn im Fehlerfall kurzfristige Bug-Fixes vorgenommen werden müssen.

Die Krux der Softwareentwicklung

Dazu kommen weitere Überlegungen: Funktioniert die Anwendung bei jedem Anwender exakt so, wie sie in der Entwicklungsumgebung konzipiert wurde? Führt das Ausspielen der Software zu Unterbrechungen des Betriebsablaufs beim Kunden? Funktioniert die Koordination der beteiligten Entwicklerteams auch in der Remote Work-Realität unterschiedslos gut?

Diese Fragen stellte sich die awinta GmbH, der Marktführer für Apothekensoftware in Deutschland auch schon lange vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie. Die Antwort fand das Unternehmen in der Container-Technologie und setzt bei der Weiterentwicklung des Softwarepakets awintaONE auf das harmonische Zusammenspiel von Containern mit der Datenplattform InterSystems IRIS. Der Clou beim Deployment neuer Software mittels Containern: Entwickler können sich blind auf die Formel „Runs Here, Runs Everywhere“ verlassen.

Während sich in herkömmlichen Strukturen der Rechner des Anwenders eigentlich immer von den Geräten des Entwicklers und des Qualitätssicherungsteams unterscheidet und Inkompatibilitäten daher nicht ausgeschlossen werden können, verhält sich ein Container unabhängig von der ausführenden Maschine immer identisch. Im Ergebnis profitieren Anwender von kürzeren Release-Zyklen und einem schnellen und unkomplizierten Deployment neuer Features. Für awinta reduziert sich dadurch der Support-Aufwand, vor allem aber der Zeit- und Personalaufwand für die Aktualisierung der Anwendung: Vor dem Einsatz von Containern dauerte die Anwendungsaktualisierung im Schnitt ca. 15 Minuten – heute gelingt ein Versionswechsel ganz einfach per Mausklick innerhalb von nur acht Sekunden.

Leistungsfähige Datenplattform für flexibles Deployment und effiziente Zusammenarbeit

Möglich wird dies durch die native Unterstützung der Containertechnologie seitens der Datenplattform InterSystems IRIS, dem technologischen Fundament der awintaONE-Anwendung. Auf diese Weise kann der gesamte Anwendungscode in Containern bereitgestellt werden, wodurch das Unternehmen deutlich an Flexibilität gewonnen hat. Das Grundprinzip: Container werden je nach konkretem Bedarf erstellt, benutzt, gestoppt und ausgetauscht.

Ohne Containeransatz wäre zudem die orchestrierte Zusammenarbeit von Programmierern an unterschiedlichen Standorten kaum möglich. Denn auch im Homeoffice oder an jedem anderen Ort der Welt steht jedem Entwickler die benötigte Umgebung für den Container auf seinem lokalen Rechner zur Verfügung und damit alles, was für die gemeinsame Projektarbeit benötigt wird – nicht nur in Pandemiezeiten ein entscheidender Pluspunkt für verteilt arbeitende Entwicklerteams.

Agiler als monolithische Säulen

Für einen systematisierten Entwicklungsprozess setzt awinta außerdem auf den DevOps-Ansatz, ein beliebtes Einsatzgebiet für Container und schlankes Versionsmanagement: Anstatt ein komplettes Anwendungsprogramm auszuspielen, werden lediglich die jeweils aktuellen Container mit kleinen Programmaktualisierungen zur Verfügung gestellt. Damit sind die Entwickler vom Zwang entbunden, selbst bei kleinsten Code-Änderungen das monolithische Gesamtkonstrukt der Anwendung im Blick zu behalten. Stattdessen können sie ihren Fokus voll und ganz auf die Optimierung spezifischer Programmabläufe richten. Ganz im Sinne des DevOps-Ansatzes kann somit ein überaus hoher Grad an Automatisierung im Prozess erzielt werden – von der Code-Erstellung bis zur Auslieferung des fertigen Ergebnisses.

Infolge der interoperablen und skalierbaren Architektur der Datenplattform InterSystems IRIS, die präzise auf die Anforderungen der Entwickler zugeschnitten ist, lässt sich das gesamte Leistungsspektrum des Container-Ansatzes noch effizienter nutzen. Davon profitieren nicht zuletzt die Endanwender, denen neue Anwendungen und Services schnell, unkompliziert und „ready to use“ bereitgestellt werden.

Lesen Sie auch die Kundenreferenz „Ohne Risiken und Nebenwirkungen: Container ermöglichen flexible und dynamische Softwarelösungen“ und erfahren Sie mehr darüber, wie awinta erfolgreich mit Containern und InterSystems IRIS arbeitet.

Michael Iserhardt

Nach dem Abschluss seines Informatik-Studiums zog es Michael Iserhardt 1985 zu AES/XIOS, einem renommierten Anbieter von Software für Büro-Informationsverwaltungssysteme. Dort war der Diplom-Informatiker in verschiedenen Positionen in der Entwicklung sowie als Teamlead Produktmanagement tätig. Von 1990 – 2001 wirkte Michael Iserhardt für das Unternehmen MAI sowie dessen Nachfolgeorganisationen und bekleidete in dieser Zeit die Positionen des Leiter Marketing-Hardware, des Leiters der internen IT sowie des Bereichsleiters Professional Service. Zu InterSystems zog es den passionierten Motorrad-Fahrer im Jahr 2001 und seitdem nunmehr fast 20 Jahren ist er dort als Senior Key Account Manager für Partner und Kunden aus Logistik, Handel und Industrie tätig.

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