Wie Kapitalmarktunternehmen in Zeiten der Unsicherheit Risiken verringern können

Externe Faktoren wie die COVID-19-Pandemie führen aktuell dazu, dass die Weltwirtschaft extrem sprunghaft ist und Kapitalmarktunternehmen unbedingt sicherstellen müssen, dass Benutzer (ob Privatkunden oder Institutionen) weiterhin störungsfrei am Handelsmarkt agieren können.

Darum suchen Finanzunternehmen in Zeiten der Unsicherheit nach Wegen zur Reduzierung von Risiken, indem sie die Betriebsresilienz erhöhen, Strategien zur Risikominderung implementieren und geeignete Technologien bereitstellen. So können sie ihren Kunden weiter hohen Nutzen bieten, gesetzliche Vorschriften einhalten, der Konkurrenz voraus bleiben – und vor allem Vertrauen wahren.

Damit steigt der Druck auf etablierte Anbieter, vorhandene Infrastruktur aufzurüsten, während entsprechende Herausforderungen gelöst werden müssen. Die Pandemie hat den Innovationdruck enorm erhöht und zu einer raschen Implementierung neuer Technologien geführt. Nun gilt es, vorhandene technologische Hürden zu überwinden und Best Practices anzuwenden. Nur dann lassen sich nicht nur Risiken minimieren, sondern Kapitalmärkte auch auf den Bedarf der Zukunft vorbereiten.

Austausch alter Technologie

Zur Minderung von Risiken muss sichergestellt werden, dass Daten schnell und leicht verfügbar sind. Für viele Kapitalmarktunternehmen ist dies ein Bereich, in dem sie aufgrund zahlreicher Alt-Systeme und der damit verbundenen Datensilos vor nicht zu unterschätzenden Schwierigkeiten stehen.

Eine Vernetzung der separaten Systeme wird erforderlich sein, nicht nur um bei aktuellen Leistungsproblemen zu helfen (zum Beispiel Anpassung an Situationen wie massenhafte Tele-Arbeit im Home Office), sondern auch um zukünftiges Wachstum nachhaltig zu unterstützen.

Benötigt werden also Lösungen, die sich nahtlos ausführen, skalieren und in die Cloud erweitern lassen. Durch einen Austausch alter Infrastruktur erhalten Unternehmen die Möglichkeit, neue Technologien und Innovationen bereitzustellen, damit sie auf die riesigen Mengen an wertvollen Daten richtig zugreifen zu können.

Die Lösungen sollten zudem standortagnostisch sein, damit Finanzmarktfirmen agil bleiben sowie neue Technologien und Dienste in vorhandener Infrastruktur nutzen können.

Investitionen in die Zukunft

Finanzdienstleister, die alte Systeme ersetzen möchten, sollten ihre Investitionen auf zwei Kernbereiche konzentrieren.

Zum einen sollten sie in eine skalierbare Plattform investieren, da die Möglichkeit zur Aufwärtsskalierung für Marktspitzen unerlässlich ist und einen wichtigen Wettbewerbsvorteil darstellt. Manchen Marktteilnehmern ist es gelungen, allein durch die Fähigkeit zur Aufwärtsskalierung zusätzliche Marktanteile zu gewinnen.

Der zweite Bereich für Investitionen sollte Analysen und Automatisierung umfassen, damit sich aufwendige manuelle Workloads unterstützen und ggf. auch vereinfachen lassen. Es ist bereits eine Zunahme bei algorithmischem Handel und Kunden-Chatbots zu beobachten, während viele Organisationen in der Finanzbranche KI nutzen, um Prozesse wie Betrugserkennung und Compliance zu automatisieren.

Dank der Reduzierung manueller Aufgaben können sich Kapitalmarktunternehmen auf die Entwicklung von Dienstleistungen konzentrieren, die Kunden zusätzlichen Nutzen bieten. Durch Einsatz von KI lassen sich Muster und Anomalien zur Verhinderung von Betrugsversuchen deutlicher schneller erkennen und Risiken im Zusammenhang mit menschlichen Fehlern verringern.

Data Fabric: Einfacher Zugriff auf echtzeitbasierte Daten

Immer mehr Kapitalmarktunternehmen benötigen Zugriff auf echtzeitbasierte Daten, um den Stack vereinfachen und gerade stattfindende Transaktionen aufrufen zu können. So können sie aktuellere Berichte erstellen, die es ihnen erlauben, richtige Geschäftsentscheidungen zu treffen und regulatorische Anforderungen besser zu erfüllen.

Data Fabrics werden immer wichtiger bei der Datenverwaltung, da sie dazu beitragen, Reibungsverluste zu verringern. Darüber hinaus sollte eine Verbesserung der Genauigkeit, Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Daten erwogen werden, damit Kapitalmärkte diese aktuelle Periode der Unsicherheit und auch die Zukunft gut bewältigen können.

Eine Data Fabric, die auf neuester Technologie basiert, hilft Unternehmen dabei, Data Governance zu optimieren, zu garantieren, dass Daten sauber und präzise sind, und die Daten ggf. zu harmonisieren und leichter zugänglich zu machen. All das wird ihnen dabei helfen, den entsprechenden Nutzen zu erhöhen und bessere Erkenntnisse aus Daten zu gewinnen. Auf diese Weise können sie das eigene Geschäft sowie die Geschäfte ihrer Kunden vorantreiben.

Wie können Kapitalmarktunternehmen nicht nur überleben, sondern auch florieren?

Wenn Kapitalmarktunternehmen über diese Phase der Unbeständigkeit hinaus langfristig erfolgreich sein wollen, sind sie auf hohe Agilität angewiesen und sollten moderne Technologien mit dem Schwerpunkt Analysen und Automatisierung implementieren. So können sie sich rasch an neue Geschäftsanforderungen anpassen, indem Daten genutzt, analysiert, monetarisiert und in handlungsorientierte Informationen verwandelt werden.

In einer zunehmend umkämpften Wettbewerbslandschaft, in der neue Marktteilnehmer nicht durch alte Technologien und Architekturen belastet sind, wird dies ein wichtiges Merkmal sein und Kapitalmarktunternehmen dabei helfen, neue Marktchancen schneller zu ergreifen.

Wenn Sie mehr über das Thema erfahren möchten, hören Sie sich dieses Webinar an, in dem sich InterSystems die Herausforderungen von Kapitalmarktunternehmen genau ansieht und untersucht, wie sie Risiken mindern können. Dabei kommen auch andere Branchenexperten von Northern Trust, Westwood Group und SIX Securities & Exchanges zu Wort.

 

Michael Hom

Michael Hom ist Führungskraft im Technologiebereich und verfügt über mehr als 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzdienstleistungsbranche. Bevor er zu InterSystems kam, war Michael als Managing Director verantwortlich für die Verwaltung von globalen Raten, verbrieften Produkten und kommunalen Technologien bei Royal Bank of Canada Capital Markets. Davor betreute er als Geschäftsführer produktübergreifende Technologien, einschließlich Risiko-, Vertriebs- und Handelsmanagement bei Nomura Securities. Michael begann seine Karriere bei Lehman Brothers mit der Entwicklung von Systemen in den Bereichen Kurse, Devisenhandel und Wachstumsmärkte. Anschließend wurde er Senior Vice President und leitete den Bereich Verbriefte Produkte – Gesamtkredite, Immobilien und Principal-Finance-Technologien. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Informatik von der Columbia University School of Engineering and Applied Science.

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