Premiere für das InterSystems IRIS Smart Factory Starter Pack

Das in Zusammenarbeit mit InterSystems entwickelte IRIS Smart Factory Starter Pack läutet für Vlisco, einen niederländischen Hersteller afrikanischer Wachsdruckstoffe mit über 170-jähriger Unternehmensgeschichte, das Zeitalter der Industrie 4.0 ein. In der Smart Factory wird das Traditionsunternehmen Daten aus seinen OT-Systemen und Echtzeitsignale aus der Fertigung mit Unternehmens-IT- und Analysesystemen zusammenführen. So kann Vlisco Qualitäts- und Effizienzsteigerungen realisieren und in Zukunft wesentlich schneller auf etwaige Probleme während des Fertigungsprozesses reagieren.

Das Smart Factory Starter Pack ist Bestandteil unserer Initiative InterSystems IRIS Starter Packs. Dahinter verbergen sich Application Frameworks, die von einem unserer Partner unter Verwendung der Datenplattform InterSystems IRIS Data Platform erstellt werden. Als Referenzimplementierung eines konkreten Anwendungsfalls dienen sie als Grundlage für eigene Projekte und können kostenlos heruntergeladen und genutzt werden. Starter Packs verkürzen so die Entwicklungszeit für datengetriebene Anwendungen, die typische Herausforderungen einer bestimmten Branche adressieren. Im Fall von Vlisco übernahm unser langjähriger Partner IT Visors die Entwicklung des Frameworks sowie dessen Implementierung.

Einzigartige Produktionsstätte in Europa

Vlisco produziert im niederländischen Helmond seine Textilien mit den außergewöhnlichen Mustern für den west- und zentralafrikanischen Markt sowie Kunden in Metropolen weltweit. Die auf den ersten Blick ungewöhnliche Konstellation beruht darauf, dass schon die ersten im Wachsdruckverfahren hergestellten Stoffe aufgrund ihrer hohen Qualität und ihres eleganten Designs auf große Nachfrage in Afrika stießen. Ein Trend, der bis zum heutigen Tage unvermindert anhält.

Allerdings rechnet sich eine Produktionsstätte in einem Hochpreisland wie den Niederlanden nur, wenn sie extrem effizient arbeitet. Die Produktion eines Stoffes bei Vlisco umfasst rund 20 Arbeitsschritte. Ließe sich der Ausschuss bei jedem Produktionsschritt um nur ein Prozent reduzieren, könnte Vlisco bereits eine beträchtliche Ersparnis erzielen. Für das Unternehmen steht fest, dass sich das weitere Ziel einer „Right-First-Time“-Produktion – also einer auf Anhieb fehlerfreien Produktion – und die angestrebte digitale Transformation ideal mit dem Konzept Smart Factory verwirklichen lässt.

Auf dem Weg zur Smart Factory

Wie viele Unternehmen der Fertigungsindustrie verfügt auch Vlisco über Maschinen unterschiedlichen Alters und damit Digitalisierungsgrades. Ältere Maschinen werden deshalb gegebenenfalls mit Sensoren etc. aufgerüstet, um die Daten aus den OT-Systemen und die Echtzeitsignale aus dem Fertigungsbereich zu sammeln.

Über OPC-UA, einem Datenaustausch-Standard für Industriemaschinen, verbindet das Smart Factory Starter Pack auf Basis von InterSystems IRIS die Systeme der Industrieautomation mit den IT-Anwendungen, darunter Fertigungssoftware (zum Beispiel MES-Systeme), ERP- oder CRM-Systeme, Datenbanken sowie BI- und Analysesoftware. Zu den Mehrwerten des Smart Factory Starter Pack gehört für Vlisco unter anderem, dass der Datenaustausch systemübergreifend in beiden Richtungen in Echtzeit erfolgt und stabil sowie skalierbar ist. Zudem werden unterschiedliche OT- und IT-Daten – rohe, berechnete und angereicherte – automatisiert zusammengeführt, umgewandelt und in ein einheitliches Format überführt. Das ermöglicht eine lückenlose Steuerung aller relevanten Systeme in Echtzeit. Über Dashboards haben die Mitarbeiter in der Smart Factory von Vlisco alle wichtigen Leistungsdaten und errechneten Leistungskennzahlen einschließlich der Gesamtanlageneffektivität OEE (Overall Equipment Efficiency) in Echtzeit im Blick. Auch werden sie automatisch benachrichtigt, falls sich die Produktqualität aufgrund von Prozessschwankungen verändert, die für sie mitunter gar nicht erkennbar sind. Dass neue Maschinen schnell in die Smart-Factory-Architektur eingebunden werden können, gehört für Vlisco zu den weiteren Vorteilen des Starter Pack.

Fundament für weitere Verbesserungen

Mit der Datenplattform InterSystems IRIS sieht Vlisco die Grundlage für zukünftige Optimierungen gelegt. Da der maschinenübergreifende Roll-out via Starter Pack sehr schnell erfolgt, ist eine vollständige Analyse des kompletten Produktionsprozesses – und Verbesserung desselben – umgehend möglich. So erhält Vlisco etwa durch die Visualisierung der Maschinenleistung auf der Anlagenebene einen digitalen Zwilling seiner Systeme. KI- und ML-Algorithmen können auf Basis der gesammelten Daten anzeigen, wann etwa eine Wartung erforderlich ist, und helfen Probleme im Vorfeld zu erkennen, sodass rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. In Zukunft möchte Vlisco zudem mithilfe von KI- und ML-Features die Fertigungsqualität komplett neuer Produkte vorhersagen. All das hilft Vlisco dabei, das Ziel einer Produktion nach dem Ansatz Right-First-Time zu erreichen.

Marcel Artz, CIO von Vlisco, ist jedenfalls von den Vorteilen des InterSystems IRIS Smart Factory Starter Pack überzeugt: „Mit der Software von InterSystems können wir bei sämtlichen Maschinen Ausschuss vermeiden und so Qualität, Effizienz und Finanzergebnis unmittelbar verbessern.“

Übrigens: Alle InterSystems IRIS Starter Packs werden als Open Source Code-Anwendungen veröffentlicht. So kann die User Community neue Funktionen und Erweiterungen hinzufügen.

Hier geht’s zum Smart Factory Starter Pack.

Peter Dommermuth

Peter Dommermuth ist ein Vertriebsprofi mit fast 30 Jahren Erfahrung in der IT-Industrie.

Bei InterSystems ist er im Vertrieb für das Datenplattform-Geschäft, speziell im Bereich Manufacturing, zuständig. Einen besonderen Fokus setzt er hier auf die Bereiche KI und ML, da InterSystems seinen Kunden und Partnern mit Werkzeugen wie IntegratedML schnell messbare Erfolge durch eine intelligente Durchdringung der vorhandenen Daten ermöglicht.

Seit Beginn seiner vertrieblichen Laufbahn vertraut Peter Dommermuth auf die Nachhaltigkeit des „Customer-first“-Ansatzes. Ab 2008 war er im Vertrieb von kundenspezifischen Lösungen tätig, bei denen mittels innovativer Technologien semantische Wissensnetze in Graphdatenbanken abgebildet werden. Zu InterSystems stieß Peter Dommermuth Anfang 2021 und treibt in seiner Rolle als Sales Executive die nächste Stufe der Datennutzung in produzierenden Unternehmen voran, indem er seine Kunden mithilfe der modernen Datenplattform InterSystems IRIS bei der Umsetzung von Smart Factories unterstützt.

 

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