Eine Datenarchitektur, die mit weniger Klebstoff auskommt

Meine Kinder lieben Bastelarbeiten. Sie denken wahrscheinlich, dass ich jetzt ein paar Superlative verwenden werde, um die Kreativität meiner Kinder zu loben und ihren Pinterest-Handle zu teilen, aber da muss ich Sie enttäuschen. Klar, ich liebe meine Kids und ja, ich finde sie kreativ. Aber wenn Sie auch Kinder im Grundschulalter haben oder hatten, wissen Sie, was „Basteln“ tatsächlich bedeutet.

Erstens bedeutet es, sich fünfminütige Bastelvideos auf YouTube anzusehen. Vielleicht haben Sie schon einmal einen dieser gut produzierten Clips gesehen und wissen, dass das „Fünf-Minuten“-Zeichen im Titel eine glatte Lüge ist, denn diese Videos machen so süchtig, dass daraus schnell fünf Stunden Binge-Watching werden können. Falls Sie diese Videos noch nicht gesehen haben: Üblicherweise zeigen diese Videos Hipster-Hände (zu erkennen am Nagellack), die eine bunte Plastikflasche oder einen glänzenden Schuhkarton in die Hand nehmen und dann das Material zerschneiden, mit Tesa umwickeln und wieder zusammenkleben, um es in etwas zu verwandeln, das man eigentlich nicht braucht, das aber – zumindest auf dem Bildschirm – gut aussieht.

Kinder, die zu viel Klebstoff verbrauchen

Der zweite Schritt ist natürlich, dass die Kinder versuchen, dasselbe zu tun, und zwar ganz allein. Und ganz ehrlich, wie könnte man ihnen diese wichtigen Kreativitätsphasen verwehren? Es ist auch eine nachhaltige Form der Unterhaltung, die all den gebrauchten Flaschen, Pappkartons und anderen Abfällen einen neuen Sinn gibt. Die wenigen glänzenden Bastelutensilien, die nicht aus Recycling-Material bestehen, sind nicht sehr teuer und leicht zu beschaffen. Diese Video-Anleitungen und das selbstständige Nachbasteln sind sehr wichtig für ihre Entwicklung und werden sie zweifellos zu erfolgreichen Designern, Architekten und Influencern machen.

Doch hier ist der Haken: der Klebstoff.

Unser Familienbudget für Bastelarbeiten (ja, das gibt es wirklich) wird fast ausschließlich für Kleber und Klebeband ausgegeben. In den letzten Jahren habe ich gelernt, dass es glänzendes Klebeband namens „Washi-Tape“ gibt, glitzernden Kleber für die Klebepistole und leuchtende Pritt-Stifte, die eher auf dem Küchentisch leuchten bzw. kleben als irgendwo sonst. Auch wenn meine Familie aufgrund dieser wiederkehrenden Ausgaben nicht in Existenznöte gerät, würde ich das Geld dennoch lieber für qualitativ hochwertigere Dinge ausgeben als für Klebstoff, der Sachen zusammenhält, die eigentlich nicht zusammengehören.

Datenarchitekturen, die zu viel Klebstoff benötigen

Und hier überschneidet sich meine leichte persönliche Frustration mit einem Gefühl, das ich oft entwickle, wenn Enterprise Architects ihre IT-Umgebungen beschreiben. Sie kombinieren bewährte Open-Source-Technologien wie Postgres und MySQL oder ihre Cloud-Äquivalente mit einer oder mehreren ausgefallenen Spezialtechnologien wie Clickhouse, TimescaleDB oder MongoDB zu einer gemeinsamen Datenarchitektur. Auf den ersten Blick ergibt das auch Sinn. Wir haben diesen beliebten Open-Source-Technologien viel zu verdanken und als Technologie-Fan bin ich oft sehr beeindruckt von den Innovationen, die diese Speziallösungen hervorbringen.

Allerdings besteht eine solchermaßen gestaltete Architektur naturgemäß aus unterschiedlichen Versatzstücken, die miteinander verbunden werden müssen. Auch hier ist also Klebstoff (und Arbeitszeit) gefragt, was in der Regel zu höheren Kosten führt als ursprünglich gedacht. Gute Datenpipeline- oder ETL-Software ist nicht günstig, ebenso wenig wie die Data Engineers oder Berater, die diese Datenströme erstellen. Und oft ist es noch schlimmer: Genauso wie sich das Washi-Tape meiner Kinder abnutzt, erfordern Datenflüsse zwischen Systemen eine kostspielige Wartung, da sie deutlich länger als die im Video gezeigten 5 Minuten betriebsbereit bleiben müssen.

Die Lösung: Eine einheitliche Datenplattform

Eine einheitliche Datenplattform wie InterSystems IRIS unterstützt transaktionale und analytische Workloads und bietet einen effizienten, gleichzeitigen Zugriff über viele verschiedene Datenmodelle hinweg – alles in einer einzigen Technologie. Wenn Sie Ihre Anwendungen, Warehouses und andere Lösungen auf InterSystems IRIS aufbauen, können Sie eine Menge Klebstoff einsparen, ohne auf die spezielle Datenverarbeitung zu verzichten, die für Ihren Anwendungsfall erforderlich ist, da Ihre Daten nicht kopiert, synchronisiert oder verschoben werden müssen. Darüber hinaus erhalten Sie eine Widerstands- und Anpassungsfähigkeit, die sich im Gesundheitswesen, bei Finanzdienstleistungen und in vielen anderen Branchen bewährt hat, und nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner von fünf verschiedenen Tools.

Ich möchte mit dem schließen, was ich meinen Kindern etwa alle zwei Wochen sage: „Ich verlange nicht, dass ihr weniger kreativ seid, ich verlange nur, dass ihr weniger Klebstoff verwendet“.

Wenn Sie daran interessiert sind, wie der hier skizzierte Verzicht auf Datenklebstoff in der Praxis eines Krankenhauses und bei weiteren Kunden funktioniert, melden Sie sich bitte kostenlos für die ScaleUp Big Data Europe Konferenz an und schalten Sie ein zu Benjamin De Boes Vortrag am 24. November um 12 Uhr (MEZ).

Benjamin DeBoe

Benjamin DeBoe ist Produktmanager im Bereich Datenplattformen bei InterSystems und in seiner Position verantwortlich für Skalierbarkeit und Analytics. Er stieß im Rahmen der iKnow-Akquisition im Jahr 2010 zu InterSystems und verfügt über umfangreiche Kenntnisse in verschiedenen Datenbanktechnologien. Zuvor arbeitete Benjamin hauptsächlich in den Bereichen Data Warehousing, Natural Language Processing und Analytics.

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