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Diversity im Gesundheitswesen: Menschen mit Behinderung mehr Selbstbestimmung ermöglichen

Personen mit unterschiedlichen Handicaps

Modernes Datenmanagement dient nicht nur als Grundlage für individuelle Therapien, sondern vergrößert auch den Einfluss der Patienten auf ihre Behandlung

Blogreihe: Diversity im Gesundheitswesen, Teil 2: Menschen mit Behinderung

Jede Behinderung ist anders. Es handelt sich zwar in der Regel um eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung, aber die Lebenssituation der Menschen sieht jeweils anders aus. Hürden im Alltag gibt es für viele Menschen, auch wenn sie laut der Definition in Deutschland nicht als behindert gelten. Das müssen Gesundheitsdienstleister stets im Hinterkopf behalten und Therapien individuell an ihre Patienten anpassen.

Im ersten Teil der Blogreihe zum Thema Diversity im Gesundheitswesen ging es um die medizinische Versorgung junger Familien und ihrer Kinder. Es wurde aufgezeigt, wie modernes Datenmanagement den Leistungserbringern, also allen Anbietern von Gesundheitsleistungen, bei der Erfüllung der individuellen Bedürfnisse ihrer Patienten hilft und damit die Patient Journey optimiert. Als Lösung dafür kann der HealthShare Unified Care Record von InterSystems dienen, der einen stets aktuellen, vereinheitlichten und vertrauenswürdigen Patientendatensatz schafft. Auch Menschen mit Behinderung profitieren von der Personalisierung der medizinischen Versorgung und erfahren durch sie weitaus mehr Gleichberechtigung und Selbstbestimmung (Patient Empowerment). Wie das genau gelingt, darauf geht dieser zweite Blogbeitrag ein.

- Richard von Weizsäcker

Therapien auf individuelle Bedürfnisse abstimmen

Ärzte und andere Fachkräfte stehen vor der Aufgabe, die Patient Journey für alle Menschen mit Behinderung unabhängig ihres Schweregrades optimal zu gestalten. Dafür müssen sie unter anderem die Therapien auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abstimmen und ihnen einen barrierefreien Zugang zu Informationen über ihre Behandlung und den eigenen Gesundheitsdaten gewähren.

Wie bei der medizinischen Versorgung junger Familien und ihrer Kinder, hilft es auch in dieser Situation, jede Krankengeschichte genau zu erfassen und festzuhalten. Aufgrund der umfassenden Informationen, die an jedem Punkt der Patient Journey zur Verfügung stehen, kann das gesamte Behandlungsteam dann koordinierter zusammenarbeiten und einzelne Maßnahmen einfacher und schneller bestimmen. Das umfasst zum Beispiel die rechtzeitige Bereitstellung von Heil- und Hilfsmitteln oder die Einleitung von Reha-Maßnahmen. Außerdem liefern die umfassenden Informationen die Basis für automatische Benachrichtigungen von Leistungserbringern, Patienten und ihren Vertrauten. Seien es Warnhinweise, die Erinnerung an einen anstehenden Termin oder eine Benachrichtigung über neue Angebote – dank der Automatisierung sparen alle Beteiligten viel Zeit, Wege und Geld ein.

Healthy Data für umfassende Analysen

Durch den HealthShare Unified Care Record von InterSystems gewinnen Gesundheitsdienstleister einen genauen Überblick über die gesundheitliche Situation ihrer Patienten. Die Lösung schafft dafür einen stets aktuellen, vereinheitlichten und vertrauenswürdigen Patientendatensatz. Mit ihr lassen sich Daten aus jeder Quelle zusammenführen, bereinigen, harmonisieren und einrichtungsübergreifend zur Verfügung stellen. Behandlungsteams stehen also jederzeit alle relevanten Informationen für eine optimale medizinische Versorgung zur Verfügung, beispielsweise zur Auswahl einer geeigneten Therapie. Gespeichert sind die Daten jeweils in einer longitudinalen Patientenakte, die es auch erlaubt, soziodemographische Daten zu erfassen. Zudem ermöglichen Healthy Data – also vertrauenswürdige, nutzbare Daten – umfassende Analysen, die zu fundierten Entscheidungen und damit zu mehr Effizienz führen. Der HealthShare Unified Care Record bietet auch die notwendige Datenbasis für interaktive Dashboards und den Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen für eine integrierte Entscheidungsunterstützung. Das heißt, mit der Lösung können Krankenhäuser, Kliniken, Gesundheitsnetze oder medizinische Praxisverbünde das Potenzial der Daten voll ausschöpfen und besser auf die persönliche Lebenssituation ihrer Patienten eingehen.

Mehr Selbstbestimmung

Für Menschen mit Behinderung besteht dank der Interoperabilität der Lösung auch die Möglichkeit, eigene Daten zu übermitteln und dafür bereits bekannte oder eigens entwickelte Lösungen zu nutzen, wie zum Beispiel Patientenportale, Fitness-Tracker, Diabetes-Apps oder auch Spracherkennungssoftware, die für Sehbehinderte hilfreich ist. Zudem können die Patienten einen barrierefreien Zugang zu den eigenen Gesundheitsdaten erhalten, um sie zu überblicken und zu überprüfen. Beides vervollständigt und korrigiert nicht nur das Gesamtbild ihres Gesundheitszustandes, wie unter anderem im Hinblick auf ihre Lebensumstände, sondern bindet sie auch aktiv und vertrauensfördernd in ihre Versorgung ein.

Insgesamt erhalten Ärzte und andere Fachkräfte eine umfassende Sicht auf ihre Patienten und deren Bedürfnisse. Versorgungslücken lassen sich so einfacher identifizieren und schneller schließen, wie beispielsweise durch koordinierte Versorgungsangebote. Das verdeutlicht, welchen entscheidenden Beitrag der HealthShare Unified Care Record im Einsatz für das Population Health Management und mehr Selbstbestimmung der Menschen im Umgang mit ihrer Gesundheit leistet.

Der nächste und letzte Teil der Blogreihe beschäftigt sich mit der medizinischen Versorgung von Senioren und der Frage, wie sie und ihre Angehörigen besser involviert werden können.

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