Smart Data Fabric: Ein neues Konzept revolutioniert das Datenmanagement

Ohne Daten wären Unternehmen nicht handlungsfähig. Nur durch sie sind Organisationen in der Lage, auf Basis umfassender, aktueller und relevanter Informationen fundierte Entscheidungen zu treffen und innovative, datengetriebene Geschäftsmodelle erfolgreich umzusetzen. Leichter gesagt als getan, denn branchenübergreifend gibt es hierbei große Herausforderungen zu bewältigen. Grundsätzlich ist es entscheidend, dass Unternehmen jederzeit direkte Einsicht in und unmittelbaren Zugriff auf alle ihre Daten haben. Denn wie wir alle wissen, nimmt die Menge an zu verarbeitenden Daten stetig zu. Der Grund dafür ist die immer weiter fortschreitende Digitalisierung im öffentlichen, geschäftlichen und privaten Leben.


„Daten treiben wirklich alles an, was wir tun.“
Jeff Weiner, ehemaliger Chief Executive Officer und aktueller Executive Chairman von LinkedIn


Laut einem Bericht der International Data Corporation (IDC) und Seagate wird die Menge der Daten in Unternehmen im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 42,2 Prozent zunehmen. Neben diesem unaufhaltsamen Wachstum bereitet aber auch die Frage, wo im Unternehmen die Daten abgelegt und verarbeitet werden, vielen Entscheidern Kopfschmerzen – Stichwort: Anwendungs- und Datensilos.

Wenn die Verknüpfung fehlt

Mit den Begriffen Anwendungs- und Datensilos ist gemeint, dass die in ihnen gespeicherten Informationen nicht direkt miteinander verknüpfbar sind, weil der Zugriff auf die Daten aufgrund von unterschiedlichen Formaten und Übertragungsprotokollen nicht ohne Umwege bewerkstelligt werden kann. So lässt sich oft nicht der maximale Nutzen aus den eigenen Daten ziehen, auch weil das manuelle Zusammenführen, Verknüpfen und Auswerten der Informationen zu zeit- und kostenaufwändig ist.


„Daten, die ungenutzt bleiben, unterscheiden sich nicht von Daten, die gar nicht erst erhoben wurden.“
Doug Fisher, Professor für Educational Leadership an der San Diego State University


Das Ausmaß des Dilemmas wird durch einen Report von 451 Research und Sinequa verdeutlicht: Demnach hat nahezu jedes vierte Unternehmen (23 Prozent) mehr als 50 Datensilos im Einsatz. Um dem entgegenzuwirken, etabliert sich nun mit dem Konzept der Smart Data Fabric ein neues Ideal für das Datenmanagement. Sie ist die Weiterführung der (Enterprise) Data Fabric, die laut dem Marktforschungsunternehmen Forrester Research bereits eine zentrale, vertrauenswürdige und umfassende Sicht auf alle Daten in einem Unternehmen bietet. Herkömmliche Lösungen für das Datenmanagement wie ein Data Warehouse, die Data Virtualization oder ein Data Lake erfüllen dafür nicht die notwendigen Voraussetzungen.

Silos aufbrechen und Analysen vereinfachen

Die Enterprise Data Fabric sorgt in Unternehmen für die nötige Interoperabilität, indem sie zwischen den Datenquellen neue Verbindungen schafft. Da sie dabei auf der bestehenden IT-Infrastruktur aufbaut, lässt sich die Lösung einfach, schnell und kostengünstig implementieren. Eine aufwendige Neugestaltung – ein sogenanntes „Rip and Replace“ – ist nicht notwendig, wodurch vorhandene Technologien, Anwendungen und Dienste weiterhin unverändert nutzbar bleiben. Ihr Vorteil: Über die neue Struktur können Sie nicht nur Daten schnell aus internen und externen Quellen zusammenführen, sondern diese gleichzeitig auch bereinigen und harmonisieren. All das erfolgt unabhängig davon, aus welcher Quelle die Daten stammen, welches Übertragungsprotokoll sie verwenden und in welchem Format sie vorliegen.


„Data Fabrics ermöglichen es Unternehmen, ihre bestehenden Datenarchitekturen besser zu nutzen, ohne dass jede Anwendung oder jeder Datenspeicher komplett neu aufgebaut werden muss.“
Jeff Fried, Director of Product Management bei InterSystems


Die Weiterführung des Konzepts ist die Smart Data Fabric, die sich zusätzlich durch integrierte Funktionen für die Analyse von Daten, Business Intelligence und den Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen auszeichnet. Das heißt, Sie können Ihre Daten unmittelbar analysieren und anwenden, anstatt sie erst aufwändig und zeitraubend in andere Systeme und Anwendungen zu übertragen. Ihr Unternehmen ist somit in der Lage, historische und aktuelle Daten direkt miteinander zu kombinieren. Dadurch können Sie unkompliziert und in Echtzeit Analysen durchführen und fundierte Entscheidungen schneller treffen sowie zukünftige Entwicklungen durch Predictive Analytics besser antizipieren. Wenn Ihr Unternehmen wächst oder die Anzahl der Workloads beziehungsweise der Daten steigt, lässt sich die Smart Data Fabric zudem frei und flexibel vertikal wie auch horizontal skalieren. Eine elementare Voraussetzung, um die stetig zunehmende Menge an Daten aufnehmen und verarbeiten zu können.

Was bringt mir das im Alltag?

Die vielen Vorteile der Smart Data Fabric haben eine unmittelbare, positive Auswirkung auf die tägliche Arbeit in Unternehmen. Fachanwender erhalten direkte Einsicht in und unmittelbaren Zugriff auf alle relevanten Daten, unabhängig von deren Quelle. So entsteht eine echte Single Source of Truth (SSOT), die neben Data Discovery und Data Lineage auch eine informative Cockpit- oder Dashboard-Darstellung aller Unternehmensprozesse ermöglicht. Insgesamt verfügen Unternehmen dank der weitgehenden Automatisierung des Datenmanagements über mehr und bessere Informationen und können wesentlich schneller auf geschäftliche Anforderungen oder Probleme mit Produkten und Diensten reagieren. Darüber hinaus reduziert die Smart Data Fabric die Komplexität der IT-Infrastruktur eines Unternehmens signifikant, was sowohl den Betrieb und die Wartung vereinfacht als folglich auch die Kosten dafür senkt.

InterSystems IRIS für die Umsetzung

Für die erfolgreiche Umsetzung der Smart Data Fabric wird eine moderne Datenplattform wie InterSystems IRIS benötigt. Mit ihr ist es möglich, die Smart Data Fabric schnell und unproblematisch zu implementieren.

InterSystems IRIS ist dabei nicht nur in der Lage, Informationen übergreifend aus allen Legacy-Systemen zusammenzuführen und zu vereinen. Die Datenplattform bietet darüber hinaus integrierte Funktionen für die Analyse von Daten, deren visuelle Darstellung in BI-Dashboards und den Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, wie zum Beispiel das Tool IntegratedML. Mit diesem innovativen Werkzeug und grundlegenden SQL-Kenntnissen sind Ihre Mitarbeiter in der Lage eigenständig ML-Szenarien umzusetzen. Der Grund: Das Tool besitzt eine einfache Benutzerführung, die neben der Erstellung und Ausführung von ML-Modellen auch die Kontrolle der Ergebnis-Sets erleichtert. Die Optimierung des Modells übernimmt dann im Bedarfsfall ein Data Scientist.

Ist die Smart Data Fabric erst einmal eingerichtet können Unternehmen das Potenzial Ihrer Daten im vollen Umfang für Ihren zukünftigen Geschäftserfolg nutzen.

Jochen Boldt

Jochen Boldt ist ein Vertriebsprofi, der auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der IT-Industrie zurückblickt.

Bei InterSystems verantwortet er seit Anfang des Jahres das Data Platform Geschäft für die DACH Region. Einen besonderen Fokus erfährt hierbei der Bereich um das integrierte Maschine Learning, bei dem InterSystems seinen Kunden und Partnern messbare Erfolge durch eine intelligente Durchdringung aller gesunden Daten verspricht.

Seine berufliche Expertise erlang der Diplom-Betriebswirt bei IBM, Oracle sowie diversen Startups im Applikationsumfeld. Nach internationalen Stationen im Marketing und Vertrieb, leitet er nun seit zwölf Jahren erfolgreich Teams mit der besonderen Passion, durch neue IT-Konzepte seinen Kunden immer den entscheidenden Wettbewerbsvorteil anzubieten.

Neben dem Studium der Internationalen Betriebswirtschaftslehre in Würzburg und an der University of Abertay erwarb Jochen Boldt einen MBA am Henley Management College in Großbritanien.

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