AI in Manufacturing – IDC und InterSystems veröffentlichen Studie zur Analyse von Daten und dem Einsatz von KI in der Fertigung

In allen Branchen nimmt die digitale Transformation weiter Fahrt auf und insbesondere die Analyse von Daten und der Einsatz von künstlicher Intelligenz gewinnen in diesem Kontext immer weiter an Bedeutung. Unternehmen der Fertigungsbranche erhoffen sich unter anderem größere Transparenz über alle Unternehmensbereiche hinweg, eine Verbesserung der Gesamtanlageneffizienz und eine automatisierte Optimierung der eigenen Prozesse. Doch was ist der Status quo? Wie weit sind die Unternehmen in ihren Bemühungen schon gekommen? Genau das haben die International Data Corporation (IDC) und InterSystems im Rahmen der neuen Studie „AI in Manufacturing“ umfassend analysiert.

Vor diesem Hintergrund wurden im April 2021 insgesamt 650 leitende Mitarbeiter von Unternehmen der Fertigungsbranche in Europa und den USA befragt. Die Studie untersucht die gegenwärtigen digitalen Reifegrade der Unternehmen, die Investitionsprioritäten im Hinblick auf Smart Factory-Projekte und bereits bestehende Anwendungsfälle von KI in der Produktion. Darüber hinaus beleuchtet die Studie die messbaren Vorteile von Smart Factory-Projekten und die Herausforderungen, die es bei ihrer Umsetzung zu bewältigen gilt.

Dieser Blogbeitrag stellt den Anfang einer dreiteiligen Reihe dar, die viele relevante Erkenntnisse der Studie vorstellen wird. Zunächst einmal steht nun die Selbsteinschätzung der Unternehmen im Fokus: Wo sehen sie sich auf ihrem Weg zur Smart Factory?

Digitale Reife und Strategie beim Datenmanagement

Die befragten Unternehmen der Fertigungsbranche gaben Auskunft darüber, wie sie ihren eigenen Reifegrad in Sachen Digitalisierung bewerten und welche Strategie für das Datenmanagement sie verfolgen.

Ihre digitale Reife haben die Herstellerfirmen anhand von fünf Stufen bestimmt. An einem Ende des Spektrums verfügt das Unternehmen über keine strategische Vision für die digitale Transformation. Am anderen Ende der Skala wird sie als zentrales, strategisches Element für Prozessinnovation und neue Geschäftsmodelle angesehen. Dabei verorten sich Unternehmen aus den USA weit vor ihren Kollegen in Europa: 57 Prozent von ihnen sehen ihren eigenen Fabrikbetrieb auf einer der fortgeschrittenen Stufen. In der DACH-Region fällt die Selbsteinschätzung der Herstellerfirmen im Vergleich ähnlich aus. Die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland (33 Prozent) und der Schweiz (42 Prozent) ordnet sich in der Mitte ein. In Österreich liegt die Mehrheit von 38 Prozent auf der zweiten Stufe. Auffällig ist, dass sich kein schweizerisches Unternehmen auf der obersten Stufe sieht.

Zugleich hängt die digitale Reife der Unternehmen auch von dem Teilmarkt ab, in dem sie tätig sind. Interessanterweise zeigt die Umfrage, dass Vertreter des Konsumgütermarktes ihre digitale Reife geringer einstufen als Herstellerfirmen von Elektronik beziehungsweise aus der metallverarbeitenden Industrie. Eine mögliche Erklärung dafür: Diese Unternehmen sind bereits länger daran gewöhnt, sich fortlaufend an stark variierende Kunden- und Marktnachfragen anpassen zu müssen. Vor diesem Hintergrund schätzen sie den eigenen Status in Sachen digitaler Transformation womöglich geringer ein, als er tatsächlich ist.

Bei der Implementierung einer Strategie beziehungsweise Plattform für ihr Datenmanagement sehen sich Industriebetriebe aus den USA ebenfalls weiter fortgeschritten als ihre Kollegen in Europa. Die Studie bildet das anhand von fünf Stufen ab. Die Säulen ganz links verdeutlichen, dass keine übergreifende Strategie für den Umgang mit Unternehmensdaten verfolgt wird. Dementsprechend befinden sich die Informationen in voneinander abgegrenzten Silos und werden nur punktuell für Analysen genutzt. Dagegen geben die Säulen ganz rechts im Schaubild an, dass eine unternehmensweite Data Governance und eine Plattform für das Datenmanagement zur Verfügung steht, die auch den Austausch mit Partnern, Kunden und Zulieferern ermöglicht.

Die Herstellerfirmen der DACH-Region sehen sich hier mehrheitlich in der Mitte. Auf der entsprechenden Stufe ordnen sich 32 Prozent aus Österreich und 38 Prozent aus der Schweiz ein. Die deutschen Unternehmen befinden sich jeweils zu 30 Prozent auf der mittleren und dritten Stufe.

Was noch folgt

In den weiteren Blogbeiträgen werden konkrete Smart Factory-Projekte sowie die jeweiligen Herausforderungen und ihre Lösung thematisiert. Zum Beispiel sind der Studie zufolge lediglich 34 Prozent der Produktionsanlagen miteinander vernetzt. Wie sich die digitale Transformation dennoch vorantreiben lässt, ist in zwei Wochen im Impulse Blog zu lesen.

Die Studie „AI in Manufacturing“ können Sie hier herunterladen: https://www.intersystems.com/de/whitepaper-ai-in-manufacturing/

Jochen Boldt

Jochen Boldt ist ein Vertriebsprofi, der auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der IT-Industrie zurückblickt.

Bei InterSystems verantwortet er seit Anfang des Jahres das Data Platform Geschäft für die DACH Region. Einen besonderen Fokus erfährt hierbei der Bereich um das integrierte Maschine Learning, bei dem InterSystems seinen Kunden und Partnern messbare Erfolge durch eine intelligente Durchdringung aller gesunden Daten verspricht.

Seine berufliche Expertise erlang der Diplom-Betriebswirt bei IBM, Oracle sowie diversen Startups im Applikationsumfeld. Nach internationalen Stationen im Marketing und Vertrieb, leitet er nun seit zwölf Jahren erfolgreich Teams mit der besonderen Passion, durch neue IT-Konzepte seinen Kunden immer den entscheidenden Wettbewerbsvorteil anzubieten.

Neben dem Studium der Internationalen Betriebswirtschaftslehre in Würzburg und an der University of Abertay erwarb Jochen Boldt einen MBA am Henley Management College in Großbritanien.

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