Wie gelingt es, Gesundheitsdaten sicher, interoperabel und in Echtzeit für die Versorgung nutzbar zu machen? Dieser Frage geht ein aktueller Beitrag des Fachmagazins kma anhand des New Yorker Gesundheitsnetzwerks Healthix nach. Das Netzwerk verbindet heute mehr als 9.000 Gesundheitseinrichtungen und umfasst Gesundheitsdaten von rund 20 Millionen Patienten. Damit gilt Healthix als eines der größten digitalen Gesundheitsnetzwerke der USA.
Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die Erfahrungen aus fast zwei Jahrzehnten Aufbauarbeit sowie die Erkenntnisse, die sich daraus für die Weiterentwicklung vernetzter Versorgungsstrukturen in Deutschland ableiten lassen. Healthix zeigt, wie Gesundheitsdaten aus unterschiedlichen Einrichtungen zusammengeführt und in den Behandlungskontext integriert werden können, ohne dass Ärzte und Pflegekräfte zwischen verschiedenen Systemen wechseln müssen.
Besonders hervorzuheben sind die Einordnungen unseres Kollegen Timo Stöber und Todd Rogow, Präsident und CEO von Healthix. Beide betonen, dass technische Plattformen allein nicht ausreichen. Entscheidend seien klare Interoperabilitätsstandards, verbindliche Rahmenbedingungen sowie ein Vertrauensmodell, das die Zusammenarbeit unterschiedlichster Akteure ermöglicht.
Der Beitrag zeigt außerdem, wie Healthix heute weit über den klassischen Datenaustausch hinausgeht. Informationen werden nicht nur bereitgestellt, sondern aktiv für die Versorgungskoordination genutzt.
Für Deutschland liefert das Beispiel wichtige Denkanstöße. Mit der Krankenhausreform, dem Aufbau interoperabler Datenstrukturen und dem zunehmenden Fokus auf sektorenübergreifende Versorgung gewinnen Fragen nach Datenverfügbarkeit, Standardisierung und regionaler Vernetzung weiter an Bedeutung. Die Erfahrungen aus New York zeigen, welches Potenzial in einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur steckt und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um dieses Potenzial langfristig zu nutzen.
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