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KI im Gesundheitswesen: mit beständigem Fortschritt vom Frühstadium zur Reife

KI im Gesundheitswesen

KI im Gesundheitswesen: mit beständigem Fortschritt vom Frühstadium zur Reife

IDC Whitepaper

Executive Summary
In Gesundheitseinrichtungen verlief die Einführung künstlicher Intelligenz (KI) zunächst nur schleppend. Jetzt nimmt das Tempo der KI-Durchsetzung zu, da Leistungserbringer die erforderliche organisatorische und technische Infrastruktur aufbauen und so Anwendungsfälle über die gesamte Einrichtung hinweg ermöglichen.

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Frühe KI-Anwendungen im Gesundheitswesen basierten häufig auf subventionierten Forschungsprojekten zur Innovationsförderung in der klinischen Versorgung. Die Ergebnisse vieler dieser Projekte wurden nicht kommerziell genutzt und gingen nicht über Artikel in Fachzeitschriften hinaus. Jetzt erkennen Krankenhäuser jedoch die Vorteile von KI etwa bei der Gewinnung von Wissen, das unerwünschte Ereignisse wie erneute stationäre Behandlungen vermeiden hilft – und damit wächst das Interesse.

Dieses Whitepaper basiert auf den Ergebnissen des „AI in Healthcare Survey“ (Befragung zu KI im Gesundheitswesen), der von IDC durchgeführt und von InterSystems gesponsert wurde. Die Teilnehmer an dieser Befragung beschrieben eine große Bandbreite von KI-Anwendungsfällen – ein Indiz dafür, dass KI in vielen Bereichen der medizinischen Versorgung zunehmend eingesetzt wird.

Hinsichtlich der KI-Nutzung hinkt das Gesundheitswesen anderen Branchen hinterher. Allerdings sind Krankenhäuser dabei, die erforderliche organisatorische Infrastruktur für das Management von Finanzierung, Personal und Daten sowie Leitlinien und Abläufe zum Schutz von Patientendaten für den Einsatz von KI aufzubauen.

Anders als andere IT-Investitionsentscheidungen, die zunehmend von den Geschäftsbereichen finanziert werden, basiert die KI-Finanzierung vorwiegend auf einem IT-Jahresbudget, und in einigen Fällen trifft die IT alle Finanzierungsentscheidungen. Dies mag ein Merkmal eines Anfangsstadiums sein, in dem die Einrichtungen erste Versuche unternehmen – dies ist jedoch nicht nachhaltig. IDC ist der Ansicht, dass als Best Practice interdisziplinäre Teams zum Einsatz kommen sollten, die KI-Initiativen vom Konzept bis zum Betrieb begleiten. Diesen Teams müssen Vertreter aus Verwaltung/Management und/oder Mediz

in angehören. Auch die Teilnehmer an der Befragung zu KI im Gesundheitswesen waren dieser Meinung.

Wie bei so vielen Innovationen sind qualitativ hochwertige, bereinigte und gut strukturierte Daten entscheidend für den Erfolg – und schlechte Datenqualität stellt oft ein Problem dar. Die Befragungsteilnehmer nannten Volumen und Qualität der für das KI-Training verfügbaren Daten als eine Hürde und bestätigten, dass ausreichende Datenvolumina und die Zuverlässigkeit dieser Daten kritische Erfolgsfaktoren sind. Die Probleme hinsichtlich der Daten und der Mangel an qualifizierten Datenwissenschaftlern können durchaus wesentliche Gründe dafür sein, dass Krankenhäuser bei der Entwicklung von KI-Kapazitäten lieber auf Drittanbieter zurückzugreifen. Nur wenige Einrichtungen entwickeln intern KI. Für 2020 bis 2023 wird ein deutlicher Rückgang des Einsatzes kommerzieller Produkte (Commercial Off The Shelf, COTS) als primäre Herangehensweise an die Entwicklung erwartet. IDC ist der Überzeugung, dass Technologie für das Datenmanagement, die sowohl Transaktionen als auch Analytik unterstützt, ebenfalls entscheidende Bedeutung haben wird, da sich die akzeptable Frist von der Erkenntnis bis zur Handlung immer weiter verkürzt.

Die Breite der von den Teilnehmern genannten Anwendungsfälle ist ein Zeichen für den immer häufigeren KI-Einsatz in Krankenhäusern. Zwar nannte ein Drittel der Einrichtungen in der Befragung zu KI im Gesundheitswesen Drittmittel als Hauptfinanzierungsquelle – aber die KI-Nutzung reicht inzwischen weit über die akademische Forschung hinaus. Aktuell wird die KI zur Verbesserung der Datenqualität anhand des Inferenzierens, für Produktivitätssteigerungen im Back-Office und zur Interpretation medizinischer Bilder für die Diagnose sowie zur Vorhersage unerwünschter Ereignisse genutzt. Die Breite der Anwendungsfälle stimmt optimistisch, dass Gesundheitseinrichtungen ihren Weg zur Reife hinsichtlich der KI-Nutzung zur Transformation ihrer Einrichtungen fortsetzen werden.

 
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Die Studie

Dieses Whitepaper basiert auf den Ergebnissen des „AI in Healthcare Survey“ (Befragung zu KI im Gesundheitswesen), der von IDC durchgeführt und von InterSystems gesponsert wurde. Die Befragung bewertet den relativen Reifegrad von Krankenhäusern in Deutschland, den USA und Großbritannien hinsichtlich der Einführung künstlicher Intelligenz. Sie gibt Einblicke in die operative und organisatorische Struktur von KI-Initiativen und in die KI-Anwendungsfälle mit der höchsten Priorität. Daten aus weiteren relevanten IDC Befragungen wurden unter Angabe der entsprechenden Quelle ebenfalls einbezogen.

Die Befragung zu KI im Gesundheitswesen wurde im Mai 2020 durchgeführt. Insgesamt wurden Vertreter aus 210 Krankenhäusern in drei Ländern befragt. Die Teilnehmerzahl aus den einzelnen Ländern war wie folgt: 105 Teilnehmer aus den USA, 54 aus Deutschland und 51 aus Großbritannien. Leser sollten die Auswirkungen der relativ beschränkten Stichprobengröße berücksichtigen. Die Daten aus der Befragung zu KI im Gesundheitswesen sind nur als Anhaltspunkte zu verstehen. Im Abschnitt Methodik ist ein Profil der Teilnehmer enthalten.

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