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Heute umsetzen, morgen skalieren: Was ist ein Digital Backbone im Gesundheitswesen?

Digital Backbone Blog

Summary

Unter dem Leitmotiv „Digitale Transformation mit Rückgrat: Stabil. Vernetzt. Innovativ.“ zeigt InterSystems dieses Jahr auf der DMEA, wie Gesundheitsorganisationen verlässliche digitale Strukturen vorantreiben und damit gleichzeitig die Basis für künftige Innovationen legen. Erfahren Sie mehr über das InterSystems Digital Backbone im Blogartikel und sprechen Sie gerne mit uns dazu auf der DMEA. Alle Details zu unserem Messeauftritt und die Möglichkeit zur Terminvereinbarung finden Sie hier.

Knappere Budgets, Fachkräftemangel, höhere Sicherheitsanforderungen und neue gesetzliche Vorgaben wie das Krankenhaus-Versorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) und der European Health Data Space (EHDS) setzen Kliniken und Regionen spürbar unter Handlungsdruck. Einzelprojekte und -lösungen gehen zwar akute Probleme an, schaffen aber selten belastbare Strukturen. Genau hier setzt das Digital Backbone an. Was ist ein Digital Backbone im Gesundheitswesen? Es handelt sich um eine tragfähige Daten- und Prozessarchitektur, die Daten verlässlich nutzbar macht, Silos auflöst und Komplexität reduziert. Damit wird das Digital Backbone zur Grundlage für konkrete Anwendungen: für KI-gestützte Lösungen im Klinikalltag und in der Forschung, für Telemedizin und Remote Monitoring, für Mobile Health Apps und Patientenportale sowie für vernetzte Gesundheitsregionen, in denen Daten sektorenübergreifend und regional zusammengeführt werden.

Das Digital Backbone ist damit die Grundlage für eine zukunftsfähige Versorgung, für klinische Forschung und Künstliche Intelligenz. So werden Transformationsvorhaben planbarer und neue Anforderungen lassen sich schrittweise integrieren. Innovative Use Cases können nicht nur konzipiert, sondern nachhaltig umgesetzt und skaliert werden.

Digitale Transformation im Gesundheitswesen: Viel Dynamik, wenig Struktur

Deutschland modernisiert sein Gesundheitswesen. In der Tat zeigt die zweite Erhebung des DigitalRadar Fortschritte. Zugleich bleiben zentrale Baustellen bestehen. Vielerorts trifft die digitale Transformation auf fragmentierte IT-Landschaften, Medienbrüche und Insellösungen. Punktuelle Schnittstellen lösen Einzelfälle, erhöhen aber Pflegeaufwand, Fehlerrisiken und Abhängigkeiten.

Professor Sylvia Thun, Direktorin der Core-Unit E-Health und Interoperabilität am Berlin Institute of Health der Berliner Charité, fordert daher die „[…] Verbesserung der Interoperabilität, damit Daten von einem zum nächsten System fließen könnten“. Parallel erhöhen Gesetzgeber und Regulationsbehörden (Stichwort KHVVG/KHTF oder EHDS) den Druck, Daten standardisiert, sicher und nutzbar bereitzustellen. Auch die Erwartung in der Bevölkerung wächst: Laut Bitkom befürwortet eine Mehrheit (71 %) den Einsatz digitaler Anwendungen und KI im Gesundheitswesen, wünscht sich aber mehr Tempo und zugleich Orientierung und Vertrauensschutz. Genau hier setzt ein digitales Rückgrat an: Es schafft die strukturellen Voraussetzungen, um Innovationen nicht nur punktuell, sondern nachhaltig im Versorgungsalltag zu verankern.

Was ist ein Digital Backbone im Gesundheitswesen und warum ist es wichtig?

Das Digital Backbone ist als Rückgrat der digitalen Versorgung konzipiert. Es schafft eine stabile Daten- und Integrationsbasis, an die Systeme strukturiert andocken können – statt punktuell miteinander verbunden zu werden. Statt vieler isolierter Einzelprojekte entsteht eine zentrale Basis, die Orientierung, Verlässlichkeit und weniger Komplexität schafft. Das Digital Backbone wirkt - analog des menschlichen Rückgrats - in vier Dimensionen.

Vier Wirkdimensionen mit unmittelbarem Praxisnutzen

  • Stabilität: Ruhigerer Betrieb durch verlässliche Datenflüsse über Silos hinweg und wiederverwendbare Muster statt Einzelfall-Schnittstellen.
  • Bewegung: Vernetzte Prozesse machen Informationen dort verfügbar, wo sie gebraucht werden, für schnellere und bessere Entscheidungen. Bewegung bedeutet auch eine zukunftsgewandte Nutzung von Daten und das Ermöglichen von Innovation.
  • Schutz: Klare Regeln, Rollenrechte und Nachvollziehbarkeit schaffen Vertrauen und unterstützen sichere Nutzung. Dies ist zum Beispiel auch elementar für vertrauenswürdige KI.
  • Entlastung: Weniger manueller Aufwand für IT- und Fachbereiche, mehr Zeit für die Versorgung und Veränderungsvorhaben.

Damit wird das Digital Backbone zu einem zentralen Baustein der digitalen Transformation des Gesundheitswesens.

Von der Klinik bis zur Region: So stiftet das Digital Backbone Wirkung

  • Klinik-intern:
    Ein Digital Backbone unterstützt die konsistente Nutzung von Informationen aus Kernsystemen wie Krankenhaus-Informationssystem, Labor oder Radiologie. So entsteht eine durchgängige, vollumfassende Patientensicht über den Verlauf. Befunde, Medikation und Entlassungsdokumente lassen sich verlässlicher bereitstellen. Das unterstützt Entlassmanagement, Medikationsabgleich und Befundkommunikation. Datenqualität und Monitoring werden einfacher, weil Abweichungen und Lücken sichtbar werden.
  • Standort- und sektorenübergreifend:
    Übergaben zwischen Einrichtungen und Partnern lassen sich einheitlicher aufsetzen. Ein Enterprise Master Person Index (EMPI) sorgt dafür, dass Datensätze eindeutig zugeordnet werden und keine widersprüchlichen Identitäten entstehen. Benachrichtigungen können übergreifend funktionieren, zum Beispiel bei neuen Befunden. Telemedizinische Abläufe werden dadurch besser integrierbar, etwa Videokonsultationen, Fernüberwachung und virtuelle Tumorboards. Auch Patientenportale und mobile Anwendungen lassen sich sauber einbinden. So entsteht eine sektorenübergreifende Versorgung im Gesundheitswesen.
  • Regional:
    Für vernetzte Gesundheitsregionen braucht es vergleichbare Informationen über viele Beteiligte hinweg, etwa Klinikverbünde, niedergelassene Strukturen, MVZs, Reha-Einrichtungen und Labore. Auf dieser Basis kann auch die Zusammenarbeit mit Forschungsnetzwerken und Registern unterstützt werden. Real World Data stehen für Forschung und Public Health zur Verfügung, wenn Regeln für Zweck, Zugriff und Nachvollziehbarkeit klar definiert sind. Das schafft Voraussetzungen für neue Versorgungsmodelle und ist eine zentrale Grundlage für die Zukunft des Gesundheitssystems.
  • KI und Entscheidungsunterstützung:
    KI wird im klinischen Alltag erst belastbar, wenn die zugrunde liegenden Daten vollständig, kontextreich und vertrauenswürdig sind. Ein Digital Backbone verbessert die Voraussetzungen, weil Daten konsistent vorliegen und Regeln für Zugriff, Protokollierung und Zweckbindung mitgeführt werden können. So lassen sich KI-Use-Cases wie Frühwarnsysteme, prädiktive Analysen, Ressourcensteuerung oder ein KI-Klinik-Assistent auf einer nachvollziehbaren Datengrundlage umsetzen. Auch KI-gestützte Such- und Entscheidungsunterstützung profitiert davon, weil Ergebnisse an konkrete Datenquellen gebunden und nachvollziehbar bleiben.

Erstmal eingeführt, sind den Anwendungsbereichen des Digital Backbone fast keine Grenzen gesetzt. In der folgenden Infografik finden Sie kompakt zusammengeführt eine Auflistung der Use Cases, die sich bereits heute mit dem InterSystems Digital Backbone umsetzen lassen. Ganz gleich, ob Sie Vertreter eines Klinikums, eines Klinikverbunds, niedergelassener Arzt, MVZ, Forschungsnetzwerk... sind: Das Digital Backbone ist Ihre stabile und skalierbare Basis, auf der Sie diverse Use Cases umsetzen können.

Digital Backbone Schaubild

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Die Zukunft des Gesundheitswesens

Eine nachhaltige Digitalisierung des Gesundheitswesens braucht ein stabiles digitales Fundament. Ein Digital Backbone schafft die Voraussetzung, Use Cases nicht nebeneinander aufzubauen, sondern schrittweise zu erweitern und miteinander zu verbinden. So können Kliniken und Regionen konkrete Verbesserungen im Alltag erreichen und gleichzeitig anschlussfähig bleiben für neue Anforderungen.

InterSystems unterstützt diesen Ansatz mit jahrzehntelanger Erfahrung und praxiserprobter, intelligenter Datentechnologie. Damit lassen sich bestehende Landschaften pragmatisch weiterentwickeln, Use Cases wie Telemedizin, Patientenportale, Workflows und Entscheidungsunterstützung schrittweise ausbauen und KI auf eine belastbare Datengrundlage stellen. Statt jeden Wirbel im Rückgrat einzeln behandeln zu müssen, steht ein durchgängiges, tragfähiges Rückgrat zur Verfügung.